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P R E S S E M I T T E I L U N G

INNUNG FÜR DACH- WAND- UND ABDICHTUNGSTECHNIK SIEGEN-WITTGENSTEIN 

 
 
Gespräch über die berufliche Bildung im Dachdeckerhandwerk

RP Bollermann und MdB Brase besuchten Bildungszentrum


Eslohe/Siegen.  Auf Initiative und in Begleitung des Obermeisters der Dachdeckerinnung Siegen-Wittgenstein, Ullrich Hegner, besuchten der Arnsberger Regierungspräsident Professor Dr. Gerd Bollermann, der Siegerländer Bundestagsabgeordnete Willi Brase und Kreishandwerksmeister Elmar Moll jetzt das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks in Eslohe. Manfred Struwe, Vorsitzender des Innungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Westfalen sowie des Bildungszentrums, und Oberstudiendirektor Günter Eickel stellten den Gästen die Aktivitäten der bewährten Einrichtung, die die größte dieser fachlichen Ausrichtung in Deutschland ist, vor:

Alle Auszubildenden absolvieren das 2. und 3. Berufsschuljahr im Bildungszentrum, dessen ‚Herzstück’ ein Berufskolleg in privater Trägerschaft ist. Die jungen Leute aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und einigen weiteren Regionen werden inzwischen auch bereits im 1. Ausbildungsjahr in Eslohe unterrichtet. Die meisten der zurzeit rund 1.400 Azubis (verteilt auf drei Ausbildungsjahre) wohnen während ihrer Berufsschulzeiten im Internat der Einrichtung. In Eslohe verbringen die Nachwuchskräfte außerdem die überbetrieblichen Phasen ihrer praktischen Ausbildung, die 14 Wochen umfassen. Weiterer Bestandteil des Bildungszentrums ist die Meisterschule für Dachdecker und auch Klempner. Schließlich hält das Zentrum Fortbildungsangebote für die Beschäftigten der Dachdeckerbetriebe bereit.

Der Geschäftsführer des Bildungszentrums, Assessor Norbert Breidenbach, berichtete den Politikern, dass in den letzten drei Jahren insgesamt sechs Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung der Einrichtung investiert wurden. Dabei habe es sich je zur Hälfte um eigene Mittel sowie um öffentliche Fördergelder gehandelt. „Alle Aktivitäten sind nunmehr an einem Standort konzentriert“, betonte Breidenbach, der zugleich Geschäftsführer des Innungsverbands des westfälischen Dachdeckerhandwerks ist.

Bei einem Rundgang durch das Bildungszentrum wurden die mit moderner Technik ausgestatteten Werkstätten besichtigt. Das besondere Interesse der Gäste galt dem neu errichteten Solargebäude. Regierungspräsident Prof. Dr. Gerd Bollermann erklärte: „Der Regierungsbezirk Arnsberg verfügt über durchaus erhebliche Potenziale im Bereich der regenerativen Energien, die es künftig auszuschöpfen gilt. Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, eine Modellregion auf diesem wichtigen Gebiet zu werden.“ Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien seien nicht zuletzt auch für das Dachdeckerhandwerk zentrale Herausforderungen. „Das imposante Solargebäude zeigt, dass sich die Energiewende auch auf die Ausbildung im Handwerk zunehmend auswirkt“, betonte der Regierungspräsident. Bollermann forderte die Dachdecker und das Bildungszentrum auf, sich aktiv daran zu beteiligen, die Energiewende hier in Westfalen erfolgreich zu gestalten. Obermeister Ullrich Hegner meinte: „Es steht außer Frage, dass wir Dachdecker heute auch Energiespezialisten sein müssen.“

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass sich die klassische duale Berufsausbildung zu Recht einer sehr hohen Wertschätzung erfreue, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Willi Brase (MdB) und Regierungspräsident Bollermann stellten die Frage, ob die Ausbildung im Handwerk in Zukunft nicht stärker „einem ganzheitlichen Ansatz folgen“ müsse. Gerade im Bereich der Energietechnik gebe es „eine Überschneidung mehrerer Gewerke“. Der Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen, Hermann Schulte-Hiltrop, warnte insoweit vor einer Überforderung der Auszubildenden. Der demographische Wandel mache es notwendig, bei der Besetzung von Lehrstellen künftig auch auf lernschwächere Schulabgänger zurückzugreifen. Schulte-Hiltrop plädierte für eine stärker interdisziplinäre Ausrichtung der späteren Fort- und Weiterbildung.

Willi Brase und Prof. Dr. Gerd Bollermann dankten den Verantwortlichen des Esloher Bildungszentrums „für die uns gewährten interessanten Einblicke“ und sicherten der wichtigen Einrichtung zu, sie weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.


Auf Initiative sowie in Begleitung des Obermeisters der Dachdeckerinnung SI, Ullrich Hegner (Mi.), besuchten Regierungspräsident Prof. Dr. Gerd Bollermann (r.), Kreishandwerksmeister Elmar Moll (2.v.r. – hinten stehend) und MdB Willi Brase (3.v.l.) die Lorenz-Burmann-Schule, das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks, in Eslohe. Ihre Gesprächspartner waren u.a. Oberstudiendirektor Günter Eickel (l.), Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting (2.v.l.) und der Vorsitzende des Innungsverbands des Dachdeckerhandwerks Westfalen sowie des Bildungszentrums, Manfred Struwe (3.v.r. – vorne stehend).


 

 
 
 

       

 

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